Sonntag, 1. November 2009

http://blog.silverlight-city.de/page/Delphi-Individualkurs-in-Kempten.aspx

Delphi steht bei den meisten Entwicklern und folgerichtig auch bei den meisten Tutoren nicht mehr auf dem Focus. Zu klein ist der Markt, zu wenige Teilnehmer in den Kursen. Dennoch gibt es immer wieder ein paar (unverbesserliche) Delphianten, die sich der (ja, die Sprache ist schon toll - und die IDE war für ihre Zeit der Bringer) Delphi-Umgebung bemächtigen - und dann auch noch einen Kurs haben wollen.
Mehr hierzu:
Delphi-Kurs in Kempten

Freitag, 16. Oktober 2009

Neue Funktionen in Expression Blend 3

  • Effektives Prototyping mit SketchFlow
  • Adobe Photoshop und Adobe Illustrator Import
  • Silverlight 3 Unterstützung
  • Behaviors
  • Visual State Manager, State Animation und Fluid Layout
  • Silverlight Easing Funktionen
  • Code Editor und Intellisense
  • Workspace docking

Eine Schulung zu diesem Thema für Designer gibt es unter: Silverlight-3 mit Expression Blend 3 für Designer

Versionen und die Verwirrung um die Expression Blend 2.5 Tech Preview

Versionen und die Verwirrung um die Expression Blend 2.5 Tech Preview
Am 30. April 2007 wurde die erste Version von Expression Blend veröffentlicht. Etwa ein Jahr später unterstützte die ursprüngliche Verkaufsversion von Expression Blend 2 zur Veröffentlichung im Juli 2008 nur das damals aktuelle Silverlight 1.0. Zur Entwicklung von Anwendungen für Vorabversionen von Silverlight 2 stellte Microsoft vor der Veröffentlichung von Silverlight 2 bereits eine kostenlose erweiterte Version von Expression Blend mit der Versionsnummer 2.5 zur Verfügung. Eine offizielle Verkaufsversion von Expression Blend 2.5 wurde allerdings nie veröffentlicht – die Funktionen zur Entwicklung für Silverlight 2 wurden mit dem ServicePack 1 in Expression Blend 2 integriert. ServicePack 1 wurde gleichzeitig mit Silverlight 2 im Oktober 2008 veröffentlicht und erweitert Expression Blend 2 um Funktionen zur Entwicklung von Anwendungen für Silverlight 2 mit .NET-Sprachen wie C# oder VB.NET, aber auch mit Ruby und Python. Im Juli 2009 wurde Expression Blend 3 zusammen mit Silverlight 3 veröffentlicht.

Expression Blend und XAML (EXtensible Application Markup Language)

Expression Blend und XAML (EXtensible Application Markup Language) [Bearbeiten]
Der WYSIWYG-Editor in Expression Blend erzeugt Vektorgrafiken im XAML-Format. XAML ist ein XML-basiertes Dateiformat zur Beschreibung von grafischen Elementen und Benutzeroberflächen, sowie zur Definition von Interaktionen dieser Elemente. XAML wird sowohl in Silverlight verwendet, als auch in klassischen Windows-Anwendungen auf Basis von WPF/.NET 3.x und in weiteren Anwendungsbereichen wie dem Microsoft-Druckformat XPS. XAML ermöglicht eine durchgängige Verwendung derselben Grafikelemente und einer gemeinsamen Quellcodebasis für plattformübergreifende Webanwendungen die im Browser laufen, Desktopanwendungen, Druck bis hin zu mobilen Geräten. Expression Blend unterstützt in XAML unter anderem dynamische Vektorgrafiken und Animationen, Pixelgrafiken, 3D-Objekte, Videos, Sound und Text sowie komplexe Controls.

Expression Blend: Designer/Developer Workflow

Zielgruppe für Expression Blend sind professionelle Interface-Designer und Entwickler von Rich Internet Applications. Im Gegensatz zur Programmierumgebung Visual Studio enthält Expression Blend einen WYSIWYG-Editor und akkurate Zeitleisten, mit deren Hilfe Interfaceelemente gestaltet und animiert werden. Expression Blend verfügt außerdem über einen einfachen integrierten Code-Editor, bedeutender ist allerdings der Umstand dass es sich ein gemeinsames Projektformat mit Visual Studio teilt und so jederzeit ein nahtloser Austausch von Code und Grafiken zwischen Design- und Entwicklungsumgebung möglich ist (Visual Studio 2008 Standard ist im Lieferumfang von Expression Studio 2 enthalten). In Kooperation mit Visual Studio können Webprojekte mit Expression Blend sehr leicht und effektiv realisiert werden. XAML ist dabei die gemeinsame Sprache, die Designer und Entwickler verbindet und die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Webprojekt erheblich erleichtert. Der Grafiker gestaltet mit Expression Blend die Webanwendungsoberfläche und generiert automatisch validen XAML-Code. Der Entwickler integriert diesen XAML-Code nahtlos in seine IDE und entwickelt in der Programmiersprache die nötige Programmlogik dazu. Dies kann z.B. in Visual Studio geschehen. XAML-Objekte, die vom Designer angelegt wurden, werden vom Entwickler im Programmcode angesprochen und mit weiterer Dynamik und Interaktivität versehen. Beide, Designer und Entwickler, können praktisch gleichzeitig am selben Webprojekt arbeiten und müssen nicht mehr über Umwege kommunizieren. Während der Designer an der Anwendung arbeitet kann das Projekt zu jeder Zeit mit Code-Behind-Dateien oder Steuerungsdateien an denen Programmierer arbeiten aktualisiert werden ohne dass der Designer dazu Änderungen am Design machen muss und vice versa.

Blend Training

Microsoft Expression Blend - was ist das ?

Microsoft Expression Blend ist ein professionelles Interface-Designwerkzeug zur Entwicklung von plattformübergreifenden Webanwendungen, so genannte Rich Internet Applications (RIA) für Windows, Mac und Linux auf Basis von Microsoft Silverlight. Ebenso kann es zur Gestaltung von modernen Benutzeroberflächen für Desktopanwendungen verwendet werden, die unter Microsoft Windows laufen, auf Basis der Windows Presentation Foundation (WPF) und .NET ab Version 3. Microsoft bezeichnet Expression Blend als das „Designwerkzeug für Silverlight, das Web und .NET“. Expression Blend ist ein Bestandteil der Produktfamilie Microsoft Expression Studio.

Freitag, 9. Oktober 2009

Überwachungssaat

http://www.2shared.com/file/8311320/2b3f91e0/Abstimmung_20071109_teleueberwach.html

Freiheit, die ich meine

http://rettedeinefreiheit.de/

Nachfolger von http://www.dubistterrorist.de/

Van der Lügen und das Internet

Markus hat geschrieben:

für das Sperrgestz

Namentliche Abstimmung: Bekämpfung von Kinderpornografie

Namensliste :

http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/abstimmung/20090618_kinderpornografie.pdf
http://tinyurl.com/m2hpqy

Übersicht mit links zu dem Gesetzes Text:

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2009/24799792_kw25_kinderpornografie/namabst.html
http://tinyurl.com/yhlf8ms

Der Diskussionshöhepunkt war für mich die Expertenrunde, die sehr
interessante Betrachtungen formuliert hat. ZB die Frage was eine
Zentralorgan ist, da es in Deutschland dafür keine rechtliche
Betrachtung gebe und das BKA dies Nutzt um sich mit den neuen
Befugnissen zu behaupten.

Anhörung zum Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet

http://relaunch.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a09/anhoerungen/Archiv/22_Anhoerung/index.html
http://tinyurl.com/yh6q2tv

Die verschiedenen Stellungsnahmen

http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a09/anhoerungen/Archiv/22_Anhoerung/Stellungnahmen/index.html
http://tinyurl.com/yh9z8tu

Das Protokoll

http://relaunch.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a09/anhoerungen/Archiv/22_Anhoerung/Protokoll/Protokoll.pdf
http://tinyurl.com/yfmj2sp

Ja es gibt Dinge die sollte man verbreiten so lange sie noch
existieren.

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen mir fehlt:

Die namentliche Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung

War mal einfach zu finden im Bundestagsarchive aber ist inzwischen
weg.
In meinen augen eine Namensliste die geschichtlich werden könnte. Ein
geschenk der grünen ist diese Liste aber leider finde ich sie nicht
wollte sie vor der Wahl benutzen.

Das Video zum öffentlichen Anhörung zum Gesetz zur Bekämpfung von
Kinderpornographie im Internet

ich saß live dabei und lauschte sehr aufmerksam und kann nur sagen,
es war so interessant das man es lesen sollte wenn man es nicht live
gesehen hat.
das blöde war, alle werkzeuge auf meinem computer konnten den
Livestream nicht capturen

So hoffte ich auf einen Helden der es youtuben würde.

leider ist die Expertenrunde bis heute nach meinem Wissen nicht mehr
im Netz als mediafile zugänglich. Also nur das verlinkte pdf oben.

Ich habe aber immer noch Hoffnung, daß die Anhörung / Expertenrunde
für eine breite Masse durch youtube und co zugänglich gemachen wird.

Wünsche allen ein schönes Wochenende

Markus

www.aufklaerung3null.de

ohne Java Skript (mein Java Toll hat mich reingelegt)

http://aufklaerung3null.de/htmlversion/index.html

Eine vernetzte Linksammlung zur Aufklaerung
habe auch viel Mediales (Video/Audio) als Links zusammen getragen,
wenn Ihr Links zu zB Videos braucht um Eure Überzeugungen im
Bekanntenkreis zu unterstreichen ohne Euch selbst den Mund fusslig zu
reden - Herzlich Willkommen

bevorzugte Links um aufzuwecken

http://www.dubistterrorist.de/
Merkel plädiert für totale Überwachung
http://www.youtube.com/watch?v=wcVRlzP6SQAard-kinderreporter-2007_06_27-internet
http://www.youtube.com/watch?v=2iaraPW3wWo
Quarks & Co stellt die neuesten Waffen der Terror-Fahnder vor und
zeigt, warum viele Antiterror-Maßnahmen nicht schützen
http://www.wdr.de/tv/quarks/videos/uebersicht.jsp?medium=webtv&datum=2008-02-12
Alle Bürger unter Generalverdacht
http://www.youtube.com/watch?v=DP_xhTdWwS0&feature=channel_page
Schäubles Überwachungsstaat 2008
http://www.youtube.com/watch?v=qPOHLD2i9hE
In Verantwortung für Schlesien - Rede von Wolfgang Schäuble
http://www.youtube.com/watch?v=UmodDBWw1WM
Hagen Rether Vater unser
http://www.youtube.com/watch?v=5k5LbtS4SXM

Von der Leyen - Viel Show und wenig Konkretes
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/zapp3290.html

freue mich über Ergänzungen

Donnerstag, 20. August 2009

Zensursula, Demokratie, Bürgerrechte, Freiheit – alles am Arsch - oder

Eigentlich möchte ich nicht wirklich darüber nachdenke, wohin unsere Freiheit entschwindet – nur weil Politiker feststellen, dass Demokratie auch ohne Politiker gelebt werden kann (wo, ihm Internet natürlich – und deswegen muss das Internet abgeschafft? entschärft? politisiert? werden)

Aber heute fand ich wieder ein Mail – und der Mann spricht die Wahrheit aus – daher hier die Kopie:

Das Original finden Sie bei Torsten Kieslich.


Hallo, liebe Leser,

laut einer Meldung auf heise.de hat der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, eine mehr oder minder deutliche Warnung gegenüber denjenigen Internet-Nutzern geäußert, die die im Rahmen des Zugangserschwernisgesetzes eingerichteten Stoppschilder im Internet umgehen würden.


"Die bewusste Umgehung des Stopp-Schildes ist für den, der es macht, nicht ohne Risiko", wird der Chef der Wiesbadener Polizeibehörde zitiert.


Da nun aber alle Anwender wüssten, dass sie sich ab dem Stoppschild strafbar machen, sei es auch logisch, dass jede Umgehung des Stopp-Schildes eventuell bei späteren strafrechtlichen Ermittlungen festgestellt und damit der Vorsatz des Besitzverschaffens von Kinderpornos nachweisbar werden könne.

Also, Moment, was sagt der Herr Ziercke da? Das Umgehen das Stoppschildes könnte im Rahmen von Ermittlungen dazu führen, dass mir als Nutzer unterstellt wird, ich habe mir vorsätzlich Kinderpornographie verschaffen wollen?


Werfen wir dazu noch einmal rasch eine Blick auf die ach so komplexe Umgehung des Stoppschildes: Die gelingt beispielsweise, wenn Sie, was – nach heutigem Stand der Rechtslage, muss man wohl sagen – absolut legal ist, einen anderen DNS-Server in Ihren Systemeinstellungen festgelegt haben (vgl. auch den Beitrag Anti-Zensur-DNS-Server des FoeBuD).


Nehmen wir also an, ich habe, aus welchen Gründen auch immer, einen mir genehmen DNS-Server ausgewählt und surfe fröhlich umher. Irgendwann klingelt dann der Herr BKA bei mir und unterstellt mir, ich habe mir Kinderpornographie verschaffen wollen, weil ich sein Stoppschild „umgefahren“ habe? Ein Schild, das ich im Zweifelsfall gar nicht zu sehen bekomme?


Nun gut, man kann diese Aussage von Herrn Ziercke als das in diesen Tagen übliche „auf den Busch“ klopfen werten. Aber wir können diesen Gedanken auch mal einen Augenblick ernst nehmen und uns fragen, was denn wohl getan wird, um ein solches Verbot durchzusetzen. Und plötzlich springt ein kleiner Bosbach hinter einem Busch hervor und wedelt mit dem frisch erfundenen Internetausweis, mit dem sich dann jeder Internetnutzer problemlos verfolgen lässt.


Nein, keine Angst, das soll jetzt keine Verschwörungstheorie werden, dazu sind die beteiligten Personen auch zu wenig schillernd. Es ist mehr ein Hinweis auf die Bereitschaft der in diesem Stück Auftretenden, völlig problemfrei Grundrechte in Frage zu stellen und Bürger am Stück zu kriminalisieren.


Natürlich aber, so stellt Ziercke klar, würde die Sperrliste nur kinderpornographische Links enthalten:

"Keinesfalls werden beliebige Inhalte gesperrt", betonte der Ordnungshüter. Damit würde das BKA sich selbst eventuell strafbar machen und haftungsrechtlichen Konsequenzen aussetzen. "So blöd sind wir nun auch nicht." Die Liste enthalte "ausschließlich Seiten mit eindeutig kinderpornographischem Material".

Die längst immer lauter werdenden Forderungen, auch andere unliebsame Seiten zu sperren, scheint noch nicht bis zu ihm gedrungen zu sein. Oder sie sind für ihn nicht relevant. Das Nachdenken über die Folgen solcher Forderungen stört ja auch.

Und damit es auch jeder so richtig gut versteht, wie das mit dem Sperren so ist, bemüßigt Ziercke, so heise.de, ein Beispiel:

„Ebenso wenig wäre es erlaubt, kinderpornographische Schriften in einer Buchhandlung käuflich zu erwerben. Auch da würde die Polizei "sofort einschreiten". Dass die Beamten in einem solchen Fall nur eine Kaufwarnung aufstellen würden als Pendant zu den im Raum stehenden Stopp-Schildern, behauptete Ziercke freilich nicht.“

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass dem Herrn Ziercke schlicht das Grundverständnis für den Unterschied zwischen Sperren und Löschen fehlt. Oder er war gerade im Urlaub, als verschiedene Organisationen zeigten, wie das denn wohl gehen könnte.

Nö, war er aber nicht. Stattdessen war er aber wohl in einem Vernebelungsseminar, denn sonst ist kaum noch zu erklären, wieso, entgegen gängigen Daten und fachkundigen Beobachtungen von ihm eine Aussage kommt, die uns wieder einmal erklärt, dass sich Kinderpornographie anscheinend zum aller-aller-allergrößten Teil im Ausland befindet. Und dieses ganz furchtbar ausländische Ausland ist so ausländisch, dass man da noch nicht mal Kinderpornographie verfolgt.

Und überhaupt ist das mit dem Löschen nämlich gar nicht so einfach. Weil, so heise.de, „beim BKA handle es sich um eine Vollzugsbehörde, die "nach den Regeln vorgehen" müsse.“

"Ich kann nicht in Togo, Sierra Leone, China oder Iran einfach anrufen lassen und ein Löschen beantragen." Das funktioniere nicht "und ist uns nicht erlaubt". Insgesamt gebe es 30 bis 40 "Failed States", wo erfahrungsgemäß "nichts passiere" und Kinderpornographie nicht geächtet sei. Eine "öffentliche Ordnung und Durchsetzung des Rechts" finde dort nicht statt.

Ähhh, wo genau ist das jetzt? Togo? Sierra Leone? China? Iran? Da kommt die Kinderpornographie in Deutschland her? Und warum sollen dann so viele Server in Deutschland und in befreundeten Staaten stehen?

Leider ist aber Herr Ziercke kein Einzelfall. Auch Zensursula selbst glänzte mit perfekt vorgebrachter Demagogie auf einer Wahlkampfveranstaltung in Sulzbach (Saar) und nutzte die beliebte Technik, einerseits längst bekannte Begründungen zu trommeln und anderseits diejenigen ins Unrecht zu setzen, die Kritik üben.

Fernab jeder Sachkenntnis verkündete sie einmal mehr, dass Kindesmissbrauch hierzulande "vollkommen frei" anklickbar wäre und der deutschen Polizei bei ausländischen Servern die Hände gebunden wären. Auch hier wiederholt sie das Mantra, dass man „diese Bilder da löschen [muss], wo die Quelle ist. Wo der Server ist. Aber weltweit stehen die zum Teil in Ländern, die Kinderpornographie nicht ächten.“

Was in diesem Zusammenhang die Formulierung „zum Teil“ in Zahlen bedeutet, führte sie nicht aus.

Natürlich fehlte in ihrer Rede der Hinweis auf die Möglichkeit, einem Großteil der Bilder löschen lassen zu können. Auch von der Verhinderung der Grundlage, einem verbesserten Schutz der Kinder vor Vergewaltigung, war nicht die Rede. Nur noch einmal zur Erinnerung: Auch wenn ich eine Seite sperre, wurde das Kind bereits missbraucht. Ich kann es nur nicht mehr sehen. Aber dann muss ich mich auch nicht mehr drüber aufregen ...

Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich die falsche Perspektive habe. Et Uschi klärt uns allerdings auf:

„Meine Damen und Herren, wir sollten nicht den Eindruck vermitteln, unsere Verfassung würde die Verbreitung der Vergewaltigung von Kindern Schutz geben.“

Tja, und ich dachte immer, es ginge nicht um den Eindruck, den man macht (wo eigentlich? Bei Omi? Bei den Nachbarn?), sondern um das, was man tut. Und wenn schon, dann wäre es mir viel lieber, wir würden nicht den Eindruck vermitteln, unsere Regierung würde der Vergewaltigung von Kindern Schutz geben, etwa durch einen furchtbaren Aufwand, der für eine Zensur-Infrastruktur verpulvert wird.

Und nachdem wir von Herrn Bosbach, Herrn Ziercke, Herrn Guttenberg, Herrn Wendt und von Uschi selbst gelernt haben, wie böse das Internet ist und wie furchtbar rechtsfrei da alles ist und dass wir so gar keine Gesetze haben, die da gelten und überhaupt dort an jeder Ecke Kriminelle lauern, da sagt uns Uschi nun:

„Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und das Recht gilt online genauso wie offline. Was wir niemals in einer Zeitung tolerieren würden, tolerieren wir im Internet genau so wenig.“ Ja nee, is klar ... Kann ihr mal jemand erklären, dass wir dafür schon Gesetze haben? Und dass wir die auch im Internet durchsetzen können? Oder stehen bei Uschi vor’m Kiosk auch Stoppschilder rum?

Aber ich möchte nicht nur meckern, denn et Uschi hat auch eine ungeheure Einsicht gezeigt (auch wenn sie das wohl anders gemeint haben wird):

„Meine Damen und Herren, hier ist der Schlüsselbegriff, auch wenns ungemütlich wird, Verantwortung. Wir werden eines Tages nicht nur gefragt nach dem, was wir getan haben, sondern auch nach dem, was wir vielleicht nicht getan haben. Wo wir gekniffen haben. Wo wir uns geduckt haben, nur weils anstrengend wird. Hier muss man dann auch Farbe bekennen.“

Tja, und bald ist’s September...

Dieses Editorial finden Sie natürlich wieder zum Kommentieren auf kieslichdaily.de (Link siehe unten). Außerdem gibt es dort natürlich auch noch andere Artikel, heute etwa den Beitrag „Spielkompetenz auf der gamescom“.

Mit kriminellem Gruß



Torsten Kieslich, Chefredakteur


Montag, 17. August 2009

Bosbach fordert bezahltes, sinnfreies Surfen für die Polizei. Keine Verbrechensaufklärung, nur noch spaß vor dem Bildschirm

Folgendes Editorial habe ich im Internet gefunden.

Es läßt sich dem kaum noch etwas hinzufügen. Außer: "Herr, laß Hirn vom Himmel regnen".


Vieles ist anders in diesen Tagen
Hallo, liebe Leser,


vieles ist anders in diesen Tagen. Manche Menschen glauben, Horst Schlämmer sei eine reale Person und würden ihn, den Mann, dem die Bedeutung des Dehnungs-i ebenso fremd ist wie das Deo, zum Bundeskanzler wählen. Und dieser Wunsch ist auch durchaus nachvollziehbar – bringt doch seine Forderung „Es muss alles mehr werden“ – die aktuelle Wunschlage der deutschen Politik deutlich genug auf den Punkt.
Ob nun durch Horst Schlämmer ausgelöst oder nicht – einiges ist bereits mehr geworden. Wir haben mehr Forderungen nach staatlicher Regulierung des Internets und mehr überbordende Schnell- und Fehlschlüsse.
In direkter Konkurrenz versuchen derzeit Wolfgang Bosbach, der Innenexperte der CDU, und Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG), das blaue Band für die gnadenloseste Zurschaustellung von fehlender Sachkenntnis zu erringen.
Während sich der Erstgenannte bereits mit seinem Vorschlag eines Internetausweises und der Forderung nach einer verdeckten Internet-Polizei sehr deutlich, wenn auch nur bei einer sehr speziellen Zielgruppe, profilieren konnte, legte nun Rainer Wendt nach und forderte in einem Gespräch mit der Berliner Zeitung nicht nur „2.000 Cyber-Cops“ und den Gefahren des Internets entgegentreten zu können, sondern er erklärt uns auch, was diese Ermittler genau tun sollen. Es ist nämlich nicht etwa so, dass sie sich möglicherweise um die Beschleunigung in der Bearbeitung bekannter Rechtsbrüche, bei denen das Internet als Tatwerkzeug genutzt wird, kümmern sollen. Nein, Herr Wendt hat da ganz andere, sehr dezidierte, auf der Erfahrung der täglichen Polizeiarbeit beruhende Aufgabengebiete im Blick: "Die Polizei muss verstärkt verdachtsunabhängige Streifen im Netz fahren", denn, so weiß Herr Wendt, das Internet ist der größte Tatort der Welt.
Klar, was sind schon ein paar Morde und Entführungen, was sind Bankraub und Vergewaltigung gegen die furchtbaren Verbrechen im Internet. Lasst uns also 2.000 Polizisten im Internet Streife fahren. Bloß – wie soll das Polizeiauto dazu aussehen?
Aber mal ernsthaft: Der Vorsitzende einer Polizeigewerkschaft – es handelt sich also weder um einen Karnevalsverein noch um eine Partei, sondern um eine Interessenvertretung aktiver, zu unserem Schutz tätiger Beamter – möchte im Ernst 2.000 Gehälter samt Pensionsanspruch dafür ausgeben, dass diese Jungs wahllos (oder was sonst heißt ‚verdachtsunabhängig’?) im Internet surfen? Und klar, surfen allein reicht nicht – sie müssen auch noch, um etwas Verdächtiges entdecken zu können, vielleicht irgendwo Beiträge zahlen können, Mitglied werden dürfen oder einkaufen müssen. Ah ja ...
Klar, das ist dann sinnvoll, wenn man sich bereits von der nicht ganz so wichtigen realen Welt dauerhaft in den größten Tatort der Welt verabschiedet hat. Neben der Entdeckung des größten Tatorts der Welt hat uns Herr Wendt aber auch bewiesen, wo der schlimmste Tatort ist – rund 30 cm vom Bildschirm entfernt. Und auch der folgt Horst Schlämmers Diktum „Es muss mehr werden“. Wir dürfen uns also schon bald auf weitere Teilnehmer im Wettbewerb um die Vermeidung von gesundem Menschenverstand gefasst machen.

Sonntag, 12. Juli 2009

Zwei Ostfriesen stehen vor Gericht

Zwei Ostfriesen stehen vor Gericht, weil sie einen Lastzug voller Rum geklaut haben.

Der Richter:
"Was haben Sie denn mit der riesigen Menge Alkohol angestellt?"

"Verkauft."

"Und was habt ihr mit dem Geld gemacht?"

"Versoffen."
 
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